Ausbildung im Fokus: Berufetag 2026

Wie geht es nach der Schule weiter? Diese Frage beschäftigt viele Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben. Um Schülerinnen und Schülern der Vorentlass- und Abschlussklassen frühzeitig Orientierung bei der Berufswahl zu bieten, Kontakte zu Unternehmen zu ermöglichen und ihnen mögliche Praktikums- oder Ausbildungsplätze aufzuzeigen, veranstaltete die Heinrich-Roth-Realschule plus Montabaur in Kooperation mit der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus Nentershausen in diesem Jahr wieder einen schuleigenen Berufetag.

Die Organisation der Veranstaltung lag diesmal federführend bei Karsten Mathieu, Berufswahlkoordinator der Heinrich-Roth-Realschule plus Montabaur, da der Berufetag in Montabaur stattfand. Unterstützt wurde er von Kerstin Stähler, didaktische Koordinatorin der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus Nentershausen. Die enge Zusammenarbeit der beiden Schulen hat sich erneut bewährt. Im kommenden Jahr wird der Berufetag in Nentershausen stattfinden.

Insgesamt präsentierten sich 23 regionale Unternehmen und Institutionen und gaben den Jugendlichen spannende Einblicke in die unterschiedlichsten Berufsfelder. Die Vertreterinnen und Vertreter stellten ihre Unternehmen vor, erläuterten Produkte und Arbeitsbereiche und informierten über Ausbildungsberufe sowie duale Studienmöglichkeiten.

Besonders authentisch waren die Berichte ehemaliger Schülerinnen und Schüler der beiden Realschulen, die sich derzeit in einer Ausbildung befinden. Sie schilderten ihre persönlichen Erfahrungen und beantworteten die Fragen der Jugendlichen aus erster Hand.

Ein besonderes Highlight waren die zahlreichen Mitmachstationen. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Tätigkeiten selbst ausprobieren, beispielsweise den Blutzuckerspiegel messen, Medikamente nach einem Medikamentenplan sortieren, Rohstoffe abwiegen, Limetten fachgerecht filettieren oder kreative Figuren aus WAGO-Klemmen und Kabeln gestalten. So wurden viele Berufe auf anschauliche und praxisnahe Weise erlebbar.

Darüber hinaus erfuhren die Jugendlichen Wissenswertes über Verdienstmöglichkeiten während der Ausbildung sowie über zusätzliche Angebote der Unternehmen, wie beispielsweise gemeinsame Freizeitaktivitäten, Gesundheitsangebote oder weitere Benefits. Viele der vertretenen Unternehmen sind deutschlandweit oder sogar international tätig und eröffnen damit attraktive Zukunftsperspektiven.

Ein wichtiger Aspekt des Berufetages war die Botschaft, dass sämtliche Ausbildungsangebote gleichermaßen für Mädchen und Jungen offenstehen. Zudem nahmen viele Unternehmen den Jugendlichen die Sorge, sich frühzeitig auf einen bestimmten Tätigkeitsbereich festlegen zu müssen. In zahlreichen Ausbildungsberufen durchlaufen die Auszubildenden verschiedene Abteilungen und können so herausfinden, welcher Bereich am besten zu ihren Interessen und Stärken passt.

Die Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertreter informierten außerdem über Bewerbungsverfahren und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung. Ein Rat zog sich dabei wie ein roter Faden durch alle Gespräche: Jugendliche sollten sich zunächst bewusst mit ihren eigenen Interessen, Fähigkeiten und Stärken auseinandersetzen, um den passenden beruflichen Weg zu finden.

Dank des großen Engagements von Berufswahlkoordinator Karsten Mathieu konnten in diesem Jahr folgende Unternehmen und Institutionen gewonnen werden:

  • ADG – Akademie Deutscher Genossenschaften e.V.

  • Bundesagentur für Arbeit

  • Bundespolizei

  • Bundeswehr

  • Caritas

  • EnviroFALK GmbH

  • Fritz Stephan Medizintechnik GmbH

  • G. Koch GmbH & Co. KG

  • GEA Westfalia Separator Group GmbH

  • Goerg & Schneider GmbH & Co. KG

  • Hotel Heinz

  • HUF HAUS GmbH & Co. KG

  • Klöckner Pentaplast Group

  • Kreisverwaltung Montabaur

  • LKH Kunststoffwerk Heiligenroth GmbH & Co. KG

  • Nassauische Sparkasse

  • Röchling-Gruppe

  • Schütz GmbH & Co. KGaA

  • SPIE Pulte GmbH

  • Verallia Deutschland AG

  • Verbandsgemeinde Montabaur

  • voestalpine SIGNALING Siershahn GmbH und Sainerholz

  • Wagner Schaltanlagen GmbH

Der Berufetag 2026 hat erneut gezeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft für die Berufsorientierung junger Menschen ist. Ein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Unternehmen, Institutionen sowie den Organisatorinnen und Organisatoren, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, den Schülerinnen und Schülern vielfältige Perspektiven für ihre berufliche Zukunft aufzuzeigen.

Fotos und Text: Ulrike Lennartz