Foto: unbekannt  Büro des Reichstags (Hg.): Reichstags-Handbuch 1924, II. Wahlperiode, Berlin 1924

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Büro des Reichstags (Hg.): Reichstags-Handbuch 1924, II. Wahlperiode, Berlin 1924

 

Heinrich Roth wurde am 08. Juli 1889 in Holler geboren. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das Handwerk des Schriftsetzers (Buchdrucker) und arbeitete zunächst in diesem Beruf. Noch vor dem 1. Weltkrieg bildete sich Heinrich Roth in sozialpolitischen und volkswirtschaftlichen Kursen des katholischen Volksvereins weiter. Bald war klar, dass die Politik Schwerpunkt seines Interesses war.

Aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus wurde Heinrich Roth im Jahre 1933 zunächst als Bürgermeister von Montabaur beurlaubt und dann endgültig entlassen. Seine Mandate im Kommunallandtag und Landtag verlor er ebenfalls. 1933 verwüstete die SA Roths Wohnung. Er selbst wurde in „Schutzhaft“ genommen. Ab 1934 arbeitete Heinrich Roth als Handelsvertreter, bis ihm fünf Jahre später ein endgültiges Arbeitsverbot erteilt wurde.

1944 kam er vorübergehend in Gestapo-Haft. Anschließend wurde Heinrich Roth bis zum Kriegsende von der Polizei überwacht. Danach setzte er jedoch seine politische Karriere fort. Am 19.09.1955 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Heinrich Roth starb am 25.11.1955.

Der damals städtischen Hauptschule Montabaur wurde im Jahre 1999 der Name „Heinrich-Roth-Schule“ verliehen.